Musikalisch war in den ersten Jahren unter dem Dirigent Hermann Rehfeld ein großer Fortschritt zu erkennen, der sich auch nach seinem Weggang fortsetzte. Es gab kaum ein Jahr, in dem die Musiker nicht ein Musikfest mit „Preisspiel“, wie sie es damals nannten, besuchten.

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Gleich im ersten Jahr 1924 stellte sich die Musikkapelle beim Musikfest in Langenargen dem Wettbewerb in der Anfängerstufe und errang einen 1b Preis mit 87 Punkten.

1926 in Tettnang: Unterstufe 1a Preis mit 112 Punkten,
1927 in Zussdorf: gehobene Unterstufe 1a Preis mit 120 Punkten
1928 in Horgenzell: Mittelstufe 1a Preis mit 129 Punkten
1929 in Weißenau: Mittelstufe 1a Preis mit 89 Punkten (Marschwettbewerb)
1930 in Baienfurt: Oberstufe 1a Preis
Dann versiegen die Nachrichten über Musikwettbewerbe. Die Schwerpunkte scheinen anders gesetzt zu sein.

Nach dem Musikfest in Horgenzell nahm Dirigent Rehfeld seinen Abschied von Grünkraut, weil er sich beruflich veränderte. Neuer Dirigent wurde Paul Beyer, den die Kapelle schon 1932 wieder im Zuge der schlechten Wirtschaftslage verlor.

Das Arbeitsamt verbot Herrn Beyer als Beamten die Nebentätigkeit, weil es in Ravensburg mehrere arbeitslose Berufsmusiker gebe. Im Endeffekt wirkte sich das nicht aus, denn nach einem kurzen einjährigen Zwischenspiel von Paul Kressner übernahm kein arbeitsloser Berufsmusiker, sondern das langjährige, treue Mitglied, Corpsführer Anton Martin, die Aufgabe des Dirigenten, die er bis 1955 mit großem persönlichen Einsatz erfüllte.

 

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